Was ist ein „Sollingschaf“?!

TrutchenwollebodenlangEin „Solling-Schaf“ ist nicht etwa eine neue Schafrasse, gezogen um den Solling zu beweiden. Für das Solling-Schaf greifen wir auf alte, seltene Nutztierrassen zurück. Diese eint aber ein Merkmal, weswegen der Wanderer oder Interessierte sich ziemlich sicher sein kann, eines unserer Schafe im Solling gesichtet zu haben: Fast alle unsere Weidetiere – auch die Weiblichen – tragen Hörner! Wir halten Weiße Gehörnte Heidschnucken in Herdbuchzucht und Skudden im Vorherdbuch bzw. Herdbuch. Wir sind anerkannte Stammzucht im Landesschafzuchtverband Niedersachsen!

Foto: Robert Schumacher: Weiße Gehörnte Heidschnucke „Trutchen“

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Patenschaften für vom Aussterben bedrohte Schafrassen

Ab 2021 werden wir gewißermaßen „gläsern“ und bieten Patenschaften für Skudden und Weiße Gehörnte Heidschnucken an:

Unser Ziel ist es die Schafhaltung auf wirtschaftliche Beine zu stellen, denn nur dann werden diese Schafrassen dauerhaft erhalten bleiben können. Das Ziel des Verbrauchers sollte hingegen sein, dass er weiß wo und wie sein Fleisch auf dem Teller heran gewachsen ist. Hier führen wir beide Wünsche zusammen und bieten ab der Geburt einen mindestens monatlichen Bericht, wie sich der Nachwuchs entwickelt und was er treibt. Zusätzlich können einmal in der Zeitspanne von April bis Oktober die beiden Herden (Skudden und Weiße Gehörnte Heidschnucken) besichtigt werden. Wenn wir im Sommer die sogenannte „Große Herde“ aus beiden Rassen bilden, können selbige und die Bockgruppe „erlebt“ werden. Denn ein „Erleben“ ist es: Mitten in der Natur wird zu den Tieren gewandert, die im Sommerhalbjahr wertvolle Biotope erhalten helfen. Da bekommen Kind und Kegel auch gleich ganz viel Wissen vermittelt, warum Weidetierhaltung ökologisch etwas ganz anderes als Stallhaltung ist: Es summt und brummt, es zwitschert und es schleicht…

Wir haben Ihr Interesse geweckt? Dann melden Sie sich bei uns für weiterführende Informationen unter info@sollingschaf.de

Geburt im März: Hier mit Skudden- Drillingen. Medea vorne rechts ist bis heute bei uns im Bestand.
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Holzeinschlag

Der letzte Sommersturm hätte Tod und Verderbnis bringen können. Es blieb beim großen Schrecken. Morgens auf Kontrolle wurde mein Mann am Auto bereits von Schafen umringt, der Rest der Gruppe stand auf der Nachbarfläche und hielt sich afffallend mittig auf.

Vor einem Sturm schauen wir eigentlich kritisch zu den Fichten. Manch eine ist durch Käferfrass zum Absterben gebracht worden und stellt ein potentielles Risiko dar. Jetzt meinen Sie bloß nicht, dass das Privatwaldbesitzer zum Handeln animiert. Oft geht das auch gar nicht mehr, weil mittlerweile viele Bäume betroffen sind. So was lässt sich mit der Motorsäge und Winde gar nicht mehr bearbeiten. Gegenläufig dazu arbeiten die Niedersächsischen Landesforsten unentwegt an dem Problem – das aber derartig gigantisch ist, dass selbst die nicht an allen Brennpunkten gleichzeitig sein können

Ein Sommersturm birgt zusätzliche Gefahren. Belaubte Bäume ächzen wesentlich mehr als Unbelaubte. Nie im Leben hätten wir damit gerechnet, dass es eine vital erscheinende Buche zerlegt und der vollen Länge nach auf eine gerade in Beweidung befindliche Fläche wirft.

Die Schafe auch nicht. Deren Entsetzen war so groß, dass sie in hohem Bogen über den Zaun setzten (Schnucken eben…). Da sie unter einer noch vitalen Fichte geschlaen hatten, ist ihnen wenigstens nichts passiert.

Und so liefen die Schafe nicht ohne Grund zu ihrem Schäferauto: Wenn einem förmlich der Himmel auf den Kopf gefallen ist, dann sucht man Schutz und Trost beim Schäfer. Was auch funktionierte. Denn brav zogen die Tiere wieder auf die Unglücksfläche – nachdem der Baum ausgezäunt war.

Corpus delicti eines Sturms
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Eine Aera geht zuende – Aufgabe der Ziegenhaltung

Zu den ersten Weidetieren gehörten seinerzeit auch 2 Ziegen. Seitdem haben wir viele Jahren eine kleine Burenziegenzucht betrieben. Man nehme das wörtlich, derzeit sind es 6 Tiere. Eigentlich war geplant die Zucht einzustellen, aber die restlichen Tiere bis zu ihrem Ende zu behalten. Doch in diesem Jahr hat sich viel verändert. Unfallbedingt arbeite ich draußen mit Schiene. Ein instabiles Knie im Steilhang und auf Biotopflächen – das passt einfach nicht zusammen. Ich will auch gar nicht darüber klagen, da ich die Schiene eigentlich gar nicht mehr spüre. Sie ist halt ein Teil von mir geworden.

Im Herbst werden Ziegen zickig. Die Deckzeit ist nah. Da wird mit allen und jedem eine Rangordnung ausgefochten. Gestern hat sich eine Ziege gegen mich gerichtet. Das wäre an und für sich gar kein Problem gewesen, denn ihre Größe ist eher übersichtlich. Ziegen sind nur leider sehr intelligent. Lilly hatte im Handumdrehen begriffen, dass man mit den Hörnern in der Schiene einhaken kann um mich zu Fall zu bringen. Damit war aber kein Arbeiten auf der Fläche möglich. Jedes Mal wenn ich das Zelt spannen wollte, hakte es wieder ein und die Bodenhaftung ging verloren.

Bei uns wird vieles, was unmöglich erscheint möglich gemacht. Aber die Vernunft sagt hier, dass wir die gleiche Landschaftspflege auch mit unseren Schafen erreichen können – ohne Leib und Leben im Steilhang zu riskieren. Das Einzige, was unsere Schafe nicht können, ist die berühmte Räuberleiter der Ziegen. Aber Büsche verbeißen, Rinde knabbern und Hörner an Büschen „schleifen“… das können unsere horntragenden Schafe auch. Nur dass eine Schafmutter nie auf die Idee käme uns anzugreifen. Böcke sind eine eigene Geschichte. Aber uns reicht eine Bockgruppe völlig aus, die mit vorausschauendem Bedacht gehandelt werden muss.

Etwas Wehmut ist natürlich dabei, keine Frage. Scherzhaft sage ich, dass wir im Seniorenheim eines Tages die Stars sind, weil wir so unzählige und unfassbare Begebenheiten mit unseren Weidetiere erleben. Darunter sind selbstverständlich auch viele Ziegengeschichten. Also spontan denke ich an meine Tochter, die als Teenager eine Ziege führte, die damit partout nicht einverstanden war. Lena flog in hohem Bogen durch die Luft, landete mitten in den Brennnesseln und wurde dann von Lotte hinterher gezogen. Lena hat keinen Moment losgelassen und Lotte fand in ihr ihre Meisterin. Darüber lachen wir heute noch. Oder um es mit den Worten einer Freundin zusammenzufassen: Ziegen sind wie Katzen: Eigenwillig und unwiderstehlich.

Wir haben auch keine Katzen 😉

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Von der Liebe auf den ersten Blick und einer vermeintlichen „Flitzpiepe“

Auktion in Verden… das heißt Bekannte treffen, sich austauschen, staunen und lächeln sowie… Verkaufen oder Kaufen. Wir kamen zwecks Bräutigamschau – allerdings ohne jeglichen Druck. Das war eine sehr befreiende Erfahrung. Weiße Gehörnte Heidschnucken haben nur noch wenige Zuchtlinien. Damit passt ein Kauf gar nicht mehr in jedem Jahr zum eigenen Bestand. Heute… war das Angebot für uns durchaus passend und so schlenderten wir von einer Box zur nächsten. Bei genauem Hinsehen gefielen gleich die ersten nicht, die nächsten waren gar nicht zum Verkauf gedacht und in der nächsten Box schossen 4 Augenbrauen hoch: Klassischer Fall von Spontanverliebheit. Genetisch passte der Jährling mittelprächtig. Inkorrekt. Sehr gut, aber es gab genetisch noch besser passende. Also schlenderten wir weiter… puh ja. Aber so vom Hocker… hat es uns nicht gerissen.

Was tut man dann? Man setzt sich Nummern, die genetisch passen in Notes und geht mit der Katalognummer 18 „schwanger“. Und geht essen 😉

Auktionen sind aufregend, man muss sich im Vorfeld Limits setzen. Die haben wir eingehalten. Wir haben – wie so häufig und bislang nie bereut – das Herz entscheiden lassen. Die Katalognummer 18 wurde ersteigert. Zu einem vernünftigen Preis, weswegen noch ein Restbetrag übrig blieb. Die vermeintliche „Flitzpiepe“, die keiner haben wollte – ein etwas klein geratenes Bocklamm – hüpfte somit ebenfalls in unseren Einkaufwagen. Da wird sich manch einer gewundert haben. Wieso kauft man ein 7/7/6 bewertetes Bocklamm?

Das ist nur vermeintlich ein überflüssiger Kauf. Schnell wachsende bzw. wachsen wollende Lämmer, bedienen Biotopflächen nicht immer ausreichend. Das wäre für uns wenig wünschenswert. Das immer größer werdende „Landschaf“… ist also ein wirtschaftlicher Wunsch nach Bratengröße, aber nicht das, was ohne Zufütterung draußen geboren und zufrieden heran wächst.

So sind die stattliche Katalognummer 18 und die „Flitzpiepe“ Thadeus also durchaus „bedacht“ gekauft. Um den goldenen Mittelweg zu treffen.

Vorne rechts: Katalognummer 18, links daneben Thadeus

Ein Beispiel für jenen, etwas besonderen Weg ist unser „Jonas“. Halbjährig wurde er vom LSV seinerzeit für das Herdbuch abgelehnt. Zu flitzpiepig. Der Zwilling brauchte aber einfach nur etwas länger. Knapp einjährig stand er genauso gut da wie sein gekörter Halbbruder Tristan. Jonas ist ohne Herdbucheintrag bis heute bei uns. Weil… er gewissermaßen das geschafft hat, was heute die Katalognummer 18 schaffte. Von Geburt an bis heute, ist er etwas Besonderes: Ein distanzloser, zu Menschen aber stets freundlicher WGH-Bock und in der Bockgruppe das Leittier. Frank und Jonas – ich würde sagen, die beiden genießen sichtlich den täglichen Kontakt. Dies sind die kleinen Freuden, die die tägliche Tierkontrolle stets zu einem kleinen Tageshighlight machen.

2, die sich schätzen und die Bockgruppe handeln: Jonas und mein Mann Frank. Oder… wie man auch ohne Herdbucheintrag seine Rolle in der Bock-Herde finden kann.

Auch wenn das hier so aussieht: Kein Bock bekommt bei uns was extra. Weder aus der Hand noch aus dem Eimer. Wir sind nicht lebensmüde…

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Das große Sortieren…

Herbstanfang heißt… ein kritischer Blick wandert in die große Herde, in der alle Schucken- und Skuddenmuttern, sowie die weiblichen Lämmer laufen. Ersteinmal müssen die Jungzibben separat gestellt werden. Ihnen werden die Rentnerinnen zugesellt, die als Erzieherinnen fungieren. Und parallel werden die Zuchttiere einzeln bewertet: Sind alle Zähnchen da, ist die Brust gut bewollt, Gesamterscheinungsbild…

Bei so vielen Tieren, heißt es rechtzeitig vor der Deckzeit im Oktober mit diesem Programm loszulegen…

Die erste Hängerladung haben wir heute sortiert, bewertet und pedikürt. Um es mal gleich vorneweg zu nehmen: Bis auf meine Schnuckenrentnerin Grete waren es ausschließlich Skudden, die als erste in den Hänger gelaufen sind. Also bitte: Glauben Sie nicht die Mär von den ach so scheuen Skudden. Das ist schlicht nicht wahr!

Heute Abend knallt hier auf jeden Fall ein imaginärer Sektkorken. Von den 9 Skuddenmuttern, worunter einige nicht mehr jung zu nennende Tiere sind, waren alle vollzahnig und tiptop drauf. Die befürchtete Berentung einiger Damen konnte getrost auf ein weiteres Jahr Minimum verschoben werden. Mich freut besonders, dass die 7 jährige Mina, die mit reichlich Zwillingen und auch einmal Drillingen gesegnet war, ebenfalls im Rennen bleibt.

4 Jungzibben waren in der ersten Charge ebenso wie unser Zwitter Medea (ein Drilling, von dem wir uns irgendwie nicht trennen mögen. Flaschenlammwurst schmeckt emotional nicht so wirklich). Unter diesen sind 2 Hornträgerinnen, die ganz sicher bei uns im Herdbuch verbleiben werden. Darunter dieses Traumlamm

Man beachte bitte auch die Wolle am Bauch,auf die bei uns stramm geachtet wird! Wer durch den Winter zieht, der braucht eine dementsprechende Ausstattung. Dazu darf bei uns jede Jungzibbe unbelegt in den ersten Winter gehen und erst einmal in Ruhe auswachsen, bevor sie im kommenden Herbst belegt wird. Die Belegung findet einmal im Jahr statt, auch wenn Skudden asaisonal sind. Ständiges Lämmerproduzieren kostet Kraft. Wir haben lieber altersfrische Tiere, die ein langes und gesundes Leben bei uns verbringen. Unsere Muttern sind gewissermaßen Lebensabschnittsschafe 😉

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Das Besondere erleben (Teil 2)

Gleich vorneweg: Diese Flächen sind nicht zu vermitteln. Die genießen unsere Tiere und wir in vollen Zügen. Gestern z.B. meinerseits knapp 7 Stunden. 2 mal abzäunen, 2 mal aufzäunen… da verrinnt die Zeit im Steilhang wie im Fluge.

Sie lieben den Hang genauso wie wir: Über Stock und Stein mit reichlich Gehölzaufwuchs ergibt glückliche Burenziegen

Es ist nicht das erste mal, dass ich das schreibe. Vermutlich, weil ich es so erstaunlich finde, dass man hier selten Wanderer sieht. Ab und an braust ein Holzlaster durch – das in Zeiten von Borkenkäfer-Festivals nicht erstaunlich – oder der Förster oder seine Mitarbeiter grüßen. Aber bis zur Pilzsaison herrscht ansonsten Ruhe. Gut, es gibt keinen Rundweg mehr. Aber man kann doch auch mal hin und zurück gehen. Wie weit? Der Solling ist endlos. Also entscheiden Sie die Länge Ihrer Wanderroute. Die Lummerke liegt zwischen Uslar und Relliehausen. Schauen Sie doch mal auf die Karte. Wenn sie aufmerksam sind, entdecken Sie derzeit am Wegesrand auch Fichtenspargel. Eine kuriose Pflanze ohne Chlorophyll. Sie steht in Niedersachsen auf der Roten Liste: RL 3

Mal nebenbei… unterstützen können Sie uns auf vielfältige Weise: Weidefleisch kaufen anstatt nur gegen Massentierhaltung zu wettern. Oder aber auch mal mithelfen, wenn Sie sich beispielsweise mit dem Gedanken tragen selber Weidetiere anzuschaffen. Man ist gut beraten, wenn man vorher mal live dabei war anstatt an eine Tierhaltung theoretisch oder gar träumerisch heran zu gehen. Aber auch für diejenigen, die den ökologischen Unterschied auf den Flächen mal ganz nah erfahren wollen, ist so ein Tag „mittdendrin statt nur dabei“durchaus empfehlenswert.

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Das Besondere schätzen…

Diese Woche wurde unsere Beweidungssaison im Nachbarlandkreis Göttingen beendet. So mancher wird sich fragen… warum nur tun diese Schäfer sich das an?! Die Strecke ist wirklich weit und wie auf dem Bild zu sehen ist auch die Topographie der Flächen anstrengend.

Die Antwort ist ganz einfach: Es sind ganz besondere botanische Schmuckkästchen! 9 verschiedene Orchideenarten… wo finden sich die noch? Auch die Uni Göttingen hat immer wieder Projekte hier. Darunter war auch eine Masterarbeit, die den ausgesprochen guten Zustand der Flächen festgestellt hat. Das ist deswegen so außergewöhnlich, weil es eher kleine, verinselte Flächen sind. Da kräht heutzutage kein Hahn nach. Und deswegen verschwinden all diese Hotspots der Artenvielfalt. Dass es hier anders gelaufen ist, lag an der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen, dem NABU Münden und der Beweidung. Unterm Strich ändert es aber leider nichts daran, dass mit meinem Umzug in den Landkreis Northeim und dem damaligen Start der hiesigen Schäferei zwar die umliegenden Wiesentäler profitierten – aber das Naturschutzgebiet Ossenberg-Fehrenbusch zur Weltreise wurde. Wir haben auch leider bei der Nachfolgersuche keine Unterstützung erfahren. Warum das System ändern, wenn es doch so gut funktioniert? Weil 65 km das Eine sind – unser „Tiersitter“, wenn wir die Zäune gestellt und die Tiere gebracht haben, aber auch älter wird und wir reden hier eben von keiner topfebenen Fläche, sondern vom Hang. Also wenn Sie verstehen, dass Weidetiere im Winter Heu benötigen und die allermeisten auch einen Stall, wenn Sie sich für Ihre ökologischen Schatzkästchen vor der Haustür einsetzen wollen anstatt sich darauf zu beschränken zu sagen: Man müsste was tun… dann fragen Sie uns uns gerne Löcher in den Bauch. Wir zeigen die Fächen bereitwillig, besprechen auch ehrlich deren Probleme aber auch deren spezielle Freuden. Sie würden das Besondere bei der Beweidung erleben. In Göttingen sind Skudden gerade „hip“. Die werden auf diesen Flächen auch satt. Es sind keine Flächen für Rinder- oder Pferdehaltung.

Bei Interesse melden Sie sich gerne unter info@sollingschaf.de oder 01605977905

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Frühmorgens in den Wohlkopfswiesen

Wenn morgens früh auf den Wohlkopfwiesen die Brille beschlägt, dann hat es ausgiebig geregnet. Von daher hätte ich gleich darauf kommen müssen… irgendwas war anders.

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Ahhhhh, der Groschen fiel: Der Bach gluckst!

Normalerweise sind die Zeiten vorbei, in denen die Sollingbäche sommerwärts Wasser führten. Nach so reichlichen Niederschlägen kommt man aber kurzfristig in den Genuss dieses Geräuschs. Persönlich finde ich ja… man hat selten so schöne Blickachsen wie auf den Wohlkopfswiesen. Derzeit sind die Schafe sogar vor einer Ruhebank. Wandern Sie doch mal anders. Nicht auf den Routen, die jeder kennt. Hier können Sie Ruhe erleben und den heutzutage gar nicht mehr so häufigen Blick auf Rinderbeweidung im vorderen Teil und Schafbeweidung im hinteren Teil des Tals genießen.

Weideidyll

Derzeit steht die sogenannte große Herde von uns dort. Sie besteht aus Muttern und Alttieren sowie ein paar Jungzibben. Es ist die Zeit des Schlaraffenlands: Man frisst sich Fettreserven an, die man ab Herbst und nach der Belegung benötigt. Da wir sehr kleine Schafrassen halten, schaffen sie dies auch auf mageren Biotopflächen, was den Flächen wiederum gut bekommt. Auch wenn wir dieses Jahr unfallbedingt 14 Tage Verspätung haben und deswegen manches überständig stehen bleibt. Jedes Jahr ist anders, weswegen es auch immer Neues zu entdecken gibt.

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Mit etwas Verspätung

Na, so 14 Tage Rückstand haben wir dieses Jahr. Wenn man die schweren Stürze im Frühjahr bedenkt, dann bleibt Dankbarkeit, dass es weiter geht. Wenn wir ziehen… dann ist das sehr besonders für uns. Ihr werdet denken: Schafe ziehen mit ihrem Schäfer/in, was soll daran toll sein? Nun… bei uns fehlt beispielsweise ein Hund. Die Schafe ziehen mit uns nur deswegen, weil das Vertrauen da ist. Spätestens da begreift man, was es heißt Hirte zu sein. Das ist wiederum ein Lebensgefühl 😉

Vollkommen tiefenentspannt verlief der Zug der Skudden zu den Wohlkopfswiesen. Ein gemütlicher Spaziergang an frischer Luft. Unser Coburger Füchslein, ein diesjähriges Flaschenlamm, blieb zwar lieber bei der Nachhut – bis dann doch irgendwann die Neugier siegte und in Bockspüngen high speed der Herde hinterhergesetzt wurde. Dafür hoppelte mein Senioren-Flaschenlamm Mina zurück um nach ihrer Schäferein zu schauen. So weit ist es schon, dass die Schafe das Wohlbefinden ihrer Schäfer im Sinn haben 😉

Wir sagen Dankeschön an all die Helfer der vergangenen Woche.

Wo ging es nun hin?

Auf die Wohlkopfswiesen! Hier gehtes weiter auf Flächen der NLF. Das Johanniskraut hat unser Töchterlein schon ausgemäht. Tiefenentspannter Hochsommer praktisch so weit das Auge reicht. Töchterlein und ich haben da oben gepicknickt. Mit Gurke und Tomaten aus dem Gewächshaus, selbstgemachtem Baguette. Vielleicht liegt es gerade an diesem speziellen Jahr, dass man jeden Moment genießen will. Zuletzt saß ich nach der Zäunungsarbeit und dem Narrensprung der Jungzibben über den trockenen Bach auf den Kreuzwegwiesen. Eine Jungzibbe knabberte am Hut, die nächste pustete ins Ohr, eine stand auf meinen Beinen und alle anderen befanden sich neugierig in der zweiten Reihe. Für jeden mag Glück etwas anderes sein. Für mich ist es dies.

Derzeit meine Lieblingsgruppe: Jungzibben aus 2019. Fast erwachsen, optimal auf uns geprägt
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Die Genbank von morgen

Unser alter Skuddenbock Mähphisto zog letztes Jahr noch einmal in die Welt hinaus um eine neue Herde zu „beglücken“. Was er gewissenhaft erledigt hat. Gestern haben wir unseren Ehemaligen besucht und genetische Reserve gebunkert: Hannibal und Bruno, zwei diesjährige Söhne traten die weite Reise an und verstärken seit gestern Abend unsere Jungbockgruppe.

Großes Entsetzen bei den WGH-Bocklämmern. Ein Schaf hat weiß zu sein. Panikartig stob man auseinander, während die beiden newbies verzweifelt Anschluß suchten. Irgendwann hatte ein Skuddenlammein Einsehen. Wenn die eigene Mutter schwarz war, könnte das Leben nicht doch vielleicht bunt sein?!

Tja Mähphisto (rechts im Bild im neuen Daheim), irgendwas bleibt immer. In diesem Fall zwei hübsche Söhne. Für endlich mehr Farbe im Bestand. Knuth bringt ja wahrlich hübsche Lämmer. Aber immer nur weiß… puh.

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